Himmlische Teamarbeit

70 Jahre nach dem ersten Rettungsflug im Gebirge soll der legendäre «Storchenflug» nachgestellt werden. Bauberger AG hat den Vogel vom Museumshimmel geholt.

Immer dann, wenn es schwierig wird, zieht Vicentini Transporte AG die Spezialisten von Bauberger AG hinzu. So auch bei der Verschiebung, De- und Remontage eines Flugzeuges im November 2015. Seit 1965 hängt die Fieseler Fi 156 «A-97», wegen ihres filigranen Fluggestelles auch «Storch» genannt, in der Luftfahrthalle des Verkehrshaus Luzern. Für einen einmaligen Ausflug soll der «Storch» vom Museumshimmel genommen, wieder flugtauglich gemacht werden und nach dem Jubiläumsflug im November 2016 in den wohlverdienten Ruhestand zurückkehren.

Die Vorbereitungen begannen bereits am Mittag, die eigentliche Arbeit startete dann nach Schliessung des Museums um 17 Uhr. Die Schwierigkeit lag darin, den von Flugzeugen eingekreisten «Storch» mit einem ausgeklügelten Kettenzug-System von der Decke herunterzuholen, in der Luft um 90° Grad zu drehen und dann seitlich zu verschieben, vorbei an den wertvollen Museumsstücken wie etwa einer Fokker, die unterhalb der Fieseler auf Säulen steht. «Bauberger-Mitarbeiter können sehr fein mit den Hebegeräten umgehen», so Senior-Chef Albert Vicentini, «es braucht volle Konzentration». Das Kettenzug-Konzept stammte denn auch von Bauberger AG.

Um 1:30 Uhr waren die Hauptarbeiten getan. Am Boden wurden dann Flügel und Fahrwerk demontiert und verladen. Bevor die ersten Museumsbesucher um 10 Uhr morgens kamen, waren alle Spuren beseitigt – übrig blieb nur eine Lücke im musealen Luftfahrtshimmel.

Vicentini und Bauberger haben schon etliche Objekte gemeinsam verschoben, etwa im Fliegermuseum Dübendorf.

Fotos: Gregor Kaluza/ Albert Vicentini